Klangkunst OpenAir zieht in die Weststadthalle nach Essen




Neue Location, neues Glück. Dieses Motto müssen die Veranstalter der Klangkunst OpenAir ungewollt beim Worte nehmen. Eigentlich stand nämlich längst alles fest: Am 28. August sollte Klangkunst einen Freiluftausflug nach Mülheim machen. Dort hatte man das schöne Schloss Styrum auserkoren, um erstmalig der elektronischen Musik ein neues Zuhause zu geben.

Aber es kommt eben immer anders als man denkt. Durch die tragischen Ereignisse der Loveparade scheinen alle Behörden sensibilisiert zu sein. Kurzfristig haben die Ämter der Klangkunst einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Location entsagt. Ist dies immerhin nicht der erste Zwischenfall seit der traurigen Parade, ganz klar: Die Klangkunst-Crew steht nicht allein da. Keiner will sich mehr etwas zu Schulden kommen lassen, erst recht keine Verantwortung übernehmen. Fraglich bleibt jedoch, wieso andere, gewissenhafte Veranstalter wegen der Fahrlässigkeit und Geldgier der Organisatoren der Loveparade nun in Mitleidenschaft gezogen werden? Anstatt Unterstützung von der Stadt zu bekommen, ist das Gegenteil der Fall. Die Organisatoren der hiesigen Partyszene stehen mit den enormen Sicherheitskosten allein da. Zählt die elektronische Musik nicht zur Kultur des Ruhrgebiets und hat sie mittlerweile mit all ihren Institutionen nicht einen kulturellen Aspekt, der es verdient hat, ernst genommen zu werden?

Aus der Klangkunst OpenAir werden die Klangkunst Terassen

Glücklicherweise konnte eine adäquate Location gefunden werden: die Weststadthalle in Essen. Et voilà: Aus der Klangkunst OpenAir werden die Klangkunst Terassen. Das Besondere daran ist nicht nur die Tatsache, dass der Komplex der Weststadthalle samt anliegendem Colosseum eigentlich schon seit längerem geschlossen ist, um sich auf die neuen Aufgaben als zukünftiges Jugendzentrum vorzubereiten, sondern dass hier zusätzlich eine 2000 m2 große Terrasse als Open-Air Bereich genutzt werden kann. Das historische Ambiente und Industrieflair des Geländes mit seinen Stahlstreben und der typischen Ruhrpottromantik, sowie das neu hinzu geplante legendäre Soundsystem von Funktion-One wird für ein atemberaubendes Klangkunst-Erlebnis sorgen.

Und eine Klangkunst passt doch im Grunde genommen viel besser in die europäische Kulturhauptstadt 2010, oder nicht?

Foto: essen.de


ruhrclubbing

Bei Fragen, Anregungen und Wünschen, einfach melden :-) Groovige Grüße!



Schon gewusst?

1 Response

  1. abc sagt:

    Nicht nur Klangkunst Partys veranstalten, sondern auch mal die Anzeigen dafür bezahlen……!

Schreibe einen Kommentar zu abc Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

12 − 10 =

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.