Kneipenstorys #1 – Der imaginäre Kicker (ClubCafé ruhrclubbing)

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Gerade eben durchwühle ich mein GoogleDrive, eigentlich auf der Suche nach einem jener sagenumwobenen Dokumente, bei denen man denkt, man hätte sie ganz sicher erstellt, nur um zu merken: Shit, haste doch nicht! Dafür habe ich aber ein anderes amüsantes Schriftstück erspäht. Zum Hintergrund: Als wir damals unser ClubCafé ruhrclubbing betrieben haben, hatte ich vor, einige Anekdoten niederschreiben. Tja, zumindest eine Story habe ich offenbar zwischen all dem Hin und Her doch fertigstellen können. Viel Spaß damit.

Kneipenstory – Der imaginäre Kicker

Freitagnacht. Eigentlich nichts besonderes. Die Tische sind recht gut gefüllt, die Leute fühlen sich sichtlich wohl. Einer davon möchte dieses Gefühl augenscheinlich besonders zeigen. Wohnzimmer-Charakter, ok. Betonung liegt hier aber auf “Charakter”. Hallo? Beinahe in Embrionalstellung muckelt sich da ein vor zwei Stunden noch recht repräsentatives männliches Geschöpf in den Sessel. Augen fest verschlossen. Ganz klar: Der pennt doch! Nach einer Weile auf die Schulter klopfen stellt sich heraus, der Typ gehört zu der Truppe, die da gerade stehend, schwankend oder doch tanzend in der Musik drin hängt. Nun gut. Die machen Stimmung, soll er weiter schlafen. Nacht! Zwei von den Mädels kommen an die Theke, verwickeln mich in einen Smalltalk. “Schöner Laden. Gemütlich. Müsst mehr Werbung machen.” Jaja. Das Übliche. Zugegeben: Man freut sich über Lob. Und zugegeben: Auch anfangs erscheinende, etwas neben sich stehende Quasseltanten entwickeln sich nicht selten zu äußerst sympathischen Stammgästen; manchmal sogar zu Freunden. Gerade entdecken wir Gemeinsamkeiten “Habe letztes Jahr geheiratet. War zehn Jahre lang mein bester Freund.” “Ach nee, bei mir auch.” Da geht die Tür auf. Vier Mädels, schätzungsweise Mitte zwanzig, torkeln schnurstracks auf die Spieleecke zu, beschlagnahmen den Kicker. Noch immer: nichts besonderes. Passiert. Wortlos werden die Stangen gedreht, das Spiel läuft scheinbar gut. Man ist sowas von voll dabei, dass schon erste Schweißperlen auf den angestrengten Gesichtern blitzen. Holger, ein guter Freund, ist an diesem Abend auch da. Nüchtern! Die Uhr schlägt 1.45 Uhr, als er vom Klo kommt und recht amüsiert meint: “ Sagt mal, haben die Mädels überhaupt einen Ball?!” Ich dreh mich um, das Profi-Kicker-Team verlässt inflagranti ertappt das Lokal. “Äh, nein.”


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