Loveparade 2010: Genehmigung war rechtswidrig – Doku im TV!




Zwölf Monate sind vergangen – und noch immer gibt es keine wirklichen Fortschritte zur Tragödie der Loveparade 2010 am 24. Juli vergangenen Jahres. Noch immer konnten die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Jetzt bestätigt ein Gutachten: Die Genehmigung für die Love Parade 2010 war rechtswidrig. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen 16 Beschuldigte.

Demnach haben Stadt, Polizei und Feuerwehr zu sehr auf die Erfahrungen des Veranstalters Lopavent vertraut. Der hatte die Kapazität der sogenannten Zu- und Abwege als ausreichend bezeichnet. Unklar ist weiterhin, ob es womöglich Druck auf die Genehmigungsbehörden gab.

Im Tunnel kamen bei einer Massenpanik 21 Menschen ums Leben, mehr als 500 wurden teils schwer verletzt. Zu der Entschuldigung Oberbürgermeisters Sauerland sind die Meinungen ebenfalls geteilt. Die Düsseldorfer „Rheinische Post“ schreibt: „Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat nach der Katastrophe der Loveparade schon früher sein Bedauern über eigene Fehlleistungen ausgesprochen. Zu einer Übernahme der moralischen Verantwortung hat er sich jedoch erst gestern, kurz vor dem Jahrestag des Unglücks, durchringen können. Konsequenzen zieht Sauerland nicht. Was noch vor wenigen Monaten ein Befreiungsschlag in eigener Sache hätte werden können, wurde gestern zu einem PR-Auftritt mit Beigeschmack. (…) Selbst wenn er es – wofür einiges spricht – ehrlich meint: Eine Entschuldigung wirkt in dieser Situation wie ein taktischer Winkelzug.“

Die WDR-Dokumentation “Die letzte Loveparade” ist am 13. Juli um 23.30 Uhr in der ARD und am 20. Juli um 20.15 im WDR zu sehen.


ruhrclubbing

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1 Response

  1. Christian sagt:

    Hallo, erstmal. Ich komme aus Duisburg. War noch nie auf einer Loveparade,weil die immer in Berlin war, wo sie auch hingehört. Jetzt war die LOVEPARADE mal in DUISBURG, und bin ich sofort hin,weil das gerade passte. Nur leider war das meine erste und letzte Loveparade. SCHADE ! Das hätte nie passieren dürfen. Da war eine Stadt im Ruhrgebiet die haben es richtig gemacht. Und jeder weiß das eine LOVEPARADE mehr als 150.000 Menschen befasst. Und das schlimmste ist, wie man soviele Menschen durch so ein Tunnel lassen kann, weil man da nicht weg kommt,wenn es eng ist.

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