Modisch — 17. Februar 2012 at 02:32

Ruhrindustries: Die industrielle Ruhr-Revolution 2012 als T-Shirt

Ruhrindustries - Zu dritt designed es sich besser.

Das Ruhrgebiet ist der größte Ballungsraum Deutschlands und muss sich kulturell längst nicht mehr hinter Städten wie Berlin, Hamburg oder München verstecken. Das Bewusstsein für diese Tatsache fehlt allerdings noch an so mancher Stelle.

So sehen das auch die, für das Modelabel “Ruhrindustries” verantwortlichen, drei Bochumer Herren (s.r.) Stephan Feldhaus (30), Jamshid Ahadzai (36) und  Jonas Neuhaus (25). Die Drei wollen mit ihrer neuen Marke zum einen robuste, hochwertige und nicht zuletzt nett anzuschauende Mode an den Mann (bald auch die Frau) bringen und zum anderen das kollektive Kulturbewusstsein im Ruhrgebiet fördern. Selbstfinanziert und mit harter Arbeit verbunden. Passend zum Ruhrgebiet eben.

Für den Anfang besteht das Angebot lediglich aus vier ausgewählten T-Shirts mit verschiedenen Drucken und aus handgearbeiteten Wollmützen, welche allesamt gut sportlich daherkommen. Das Angebot soll aber schon bald reichhaltiger ausfallen. Mützen werden in der Bochumer Werkstatt Constantin hergestellt, einer Förderstätte für Menschen mit Behinderung. Das für die (Anzieh-) Sache ausgegebene Geld bleibt somit in der Region und wird zudem noch sinnvoll genutzt, löblich!

Angelehnt an gängige Streetwear Marken peilt das Label optisch vor allem die hiesige Fun-Sportlerszene an. So unterstützte Ruhrindustries vorletztes Wochenende beispielsweise die Freeskier Flo Preuss & Kim Kemper bei dem, in Winterberg stattfindenden, Ski-Contest „Chill & Destroy“. Die beiden erquickten ihre Sponsoren auch prompt mit dem 1. und 3. Platz. Weiterhin hoffen die Modeschaffenden auf viel Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten.

„Allerdings beschränken wir uns keinesfalls nur auf die Fun-Sportlerszene oder irgendeine andere Szene“, so Stephan Feldhaus. „Wir wollen, dass unsere Marke auch außerhalb des Ruhrgebiets getragen wird. Egal zu welcher Szene der Käufer sich zählt“. Dabei ist es den dreien besonders wichtig, ihre Marke nicht als Mitbringsel aus dem Pott zu vertreiben, sondern so bald wie möglich auch in Modeläden Präsenz zu zeigen. Noch können Bestellungen allerdings ausschließlich im eigenen Online Shop aufgegeben werden.

Hier noch ein schniekes Video von Ruhrindustries: